Die goldene Regel ist im Fall von Zahnschmerzen, selbst wenn wir sie als ertragbar empfinden, den Zahnarzt so schnell wie möglich aufzusuchen. Doch was sollen wir tun, wenn der Schmerz am Wochenende, während der Feiertage oder in Ferienzeiten angreift und wir keine Möglichkeit haben, sofort ärztliche Hilfe zu bekommen? Es lohnt sich im eigenen Interesse und im Interesse unserer Umgebung, alles zu unternehmen, um eine Linderung unserer Qualen zu erreichen. Wir haben Methoden gesammelt, die man zu Hause sicher anwenden kann und die in der Lage sind, quälende Schmerzen, sogar Entzündungen zu mindern. Wir betonen jedoch, dass die häuslichen Praktiken nur zur Symptombekämpfung dienen, jedoch nicht die Ursachen beheben. Diese werden von Fachleuten erkannt und behandelt.

Ein Tee gefällig?

Wenn kein Zahnarzt in der Nähe ist

Die im Tee befindliche Gerbsäure zieht die Schleimhaut zusammen, was vorübergehend Schmerzlinderung bringt. Am besten den lauwarmen (auf keinen Fall heißen) eingetränkten Schwarzteebeutel auf den schmerzenden Zahn legen. Auch ein in lauwarmem Kamillentee oder Salbeitee getränktes Watte- oder Gazestück kann zur Auflage verwendet werden.

Neben Mund- und Zahnfleischentzündungen können wir auch Entzündungen der oberen Atemwege lindern, wenn wir mit einem Aufguss der oben genannten Heilpflanzen gurgeln. Pfefferminztee ist ähnlich entzündungshemmend und schmerzlindernd, hilft bei Irritationen im Hals und in der Mundhöhle.

Der Schmerz wird kaltgestellt

Legen wir eine Handvoll Eiswürfel in eine Nylontasche, wickeln wir das kleine Päckchen in ein Stofftuch und legen wir das Ganze auf die Backe mit dem schmerzenden Zahn. Wenn wir keine Eiswürfel haben, tut es auch ein Päckchen tiefgefrorenes Gemüse. Am besten ist allerdings das Cold Pack Eisgel, das in der Apotheke erhältlich ist und bei Muskel- und Sehnenverletzungen oder bei Nasenbluten gute Dienste leistet.

Wenn kein Zahnarzt in der Nähe ist

Da es bis minus 18 Grad flexibel bleibt, passt es sich an die zu kühlende Oberfläche gut an. Die kalte Auflage soll jeweils ca. 5 Minuten an die Haut gehalten werden; nach 10–15 Minuten kann der Vorgang wiederholt werden. Die Kälte lindert die Schmerzen und betäubt die Nervenenden.

Wir reiben dem Schmerz Pfeffer unter die Nase

Salz und Pfeffer sind überall erhältlich, sei es in einerHütte am Fuss des Monte Rosa oder ein aus Bambusstäben zusammengebastelter Laden auf einervon Touristen verlassenen exotischen Insel. Unser erster Tipp ist das Spülen mit Salzwasser: Dazu nehmen Sie ein Glas lauwarmes Wasser und mischen einen Teelöffel Salz ein. Das Salz reinigt die Umgebung des Zahnes und mindert die Schwellung des Zahnfleisches. Das Verfahren ist nach Bedarf wiederholbar, danach muss der Mund gründlich ausgespült werden. Sehr hilfreich ist eine Paste aus gleichen Mengen Salz und Pfeffer, gemischt mit einigen Tropfen Wasser. Auf die betroffene Fläche aufgetragen, entfaltet die Paste fast sofort ihre schmerzlindernde, entzündungshemmende, antibakterielle Wirkung.

Der Schlüssel zur Schmerzlinderung steckt auf dem Gewürzregal

Auch andere Gewürze können wir sehr gut gebrauchen. Kurkuma und Ingwer können viel mehr, als unser Essen schmackhafter zu machen. Die entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma ist in Indien seit Jahrhunderten bekannt. In asiatischen Ländern wird Ingwer unter anderem zur Linderung entzündlicher Prozesse und zur Schmerzbeseitigung angewendet.

Wenn kein Zahnarzt in der Nähe ist

Lebkuchen, Glühwein und Grog sind unvorstellbar ohne sie, doch die Nelke ist nicht nur deswegen ein aussergewöhnliches Gewürz. Sie beinhaltet Eugenol, einen chemischen Stoff, der für seine schmerzstillendeund keimtötende Wirkung bekannt ist. Die einfache Nelke war schon im 19. Jahrhundert ein beliebtes Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen: Nehmen wir 2–3 Stück in den Mund, lassen wir sie nass und weich werden. Dann zerkauen wir sie und halten sie 20–30 Minuten in der Nähe des schmerzenden Zahnes. Wenn wir Nelkenöl anwenden (in der Apotheke erhältlich), geben wir einige Tropfen in ein Glas Wasser und spülen damit oder wir mischen es mit Olivenöl und befeuchten ein Stück Watte mit der Mischung. Halten wir die Watte an den schmerzenden Zahn, werden wir fast sofort eine Linderung verspüren. Da das Öl in grösseren Dosen zu Leber- oder Nierenversagen führen kann, sollten Leber- und Nierenkranke, Zuckerkranke, Kleinkinder, Schwangere und stillende Mütter eine Anwendung vermeiden.

Wertvolle pflanzliche Öle

Wir sollten auch die natürlichen ätherischen Pflanzenöle nicht vergessen. Neben dem keimtötenden und desinfizierenden Wundermittel Teebaumöl sind die aus Lavendel, Rosmarin, Pfefferminze oder Salbei gewonnenen Öle ausgezeichnet, solange wir ein reines, von künstlichen Zusätzen freies Produkt anwenden.

Fragen Sie Ihren Apotheker ...

Ist eine Apotheke in der Nähe, ist es natürlich das Beste, wenn wir auf vom Apotheker empfohlene, nicht rezeptpflichtige Schmerzmittel –entzündungshemmende, antibakterielle Pinsellösungen, Gele – zurückgreifen. Und sobald es geht, natürlich ab zum Zahni, da eine fachgerechte Versorgung durch keine andere Methode ersetzt werden kann.

 

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